| >> Egyptian mau | ||||
Zu Beginn war die Egyptian Mau im alten Ägypten eine Art Arbeitskatze. Sie tötete Ratten, Mäuse und Schlangen und schützte so die Kornkammern der Menschen, deren Überleben von diesen Getreidevorräten abhing. Der Pharao selbst wußte um die Nützlichkeit der Mau und wollte alle Katzen für seine eigenen Kornspeicher besitzen, da die Nager zu einer wahren Plage geworden waren. |
||||
Die Herkunft der Mau läßt sich direkt auf eine Unterart der afrikanischen Wildkatze (Felis Lybica Ocreata), auch Falbkatze genannt, zurückführen. Diese direkte Abstammung wurde von T.C.S Morrison-Scott vom Britischen Museum nach-gewiesen. Er untersuchte gut erhaltene Katzenmumien aus den Jahren 600 bis 200 v.Chr. und verglich sie mit den genetischen Informationen der heutigen Egyptian Mau. Sie ist somit die einzige von Natur aus getupfte Rassekatze der Welt. Die Vermeidung der Ausrottung durch Kriegswirren hat sie in erster Linie der weißrussischen Prinzessin Nathalie Troubetzkoy zu verdanken, die in Rom im Exil lebte. Sie hatte auf einer ihrer Reisen nach Ägypten auch diese wunderschön getupften, grazilen Maus gesehen und war von ihnen fasziniert. Durch ihre Beziehungen zum diplomatischen Corps in Rom konnten nach ihrer Rückkehr einige wenige Exemplare der Egyptian Mau importiert werden. Sie begann bald damit, ein Zuchtprogramm für ihre silbernen Katzen Baba und Lizz und den bronzefarbenen Kater Jo-Jo auszuarbeiten. Die damaligen Berichte geben an, daß die Prinzessin 1956 in die Vereinigten Staaten umzog, wo die ersten Nachzuchten unter dem Cattery-Namen "Fatima" zur Welt kamen. 1968 wurde Baba als erste Mau für den Championship-Status zugelassen. Die Anerkennung als Rasse wurde ihr während der Jahre 1977 (CFA) bis 1981 von verschiedenen amerikanischen Katzenvereinigungen zuteil. Mit Toby und Tashi -Importe aus Delhi von der Genetikerin und Biologin Jean Mill (Millwood-Cattery)- erhielt diese Rasse eine wichtige Blutauffrischung (auch waren diese beiden Tiere die Begründer einer neuen "modernen" Rassekatze - der Bengal Cat, eine Hybrid-Kreuzung zwischen einer Egyptian Mau und einer wilden Bengal-Katze). Wegen ihrer auffällig roten Fellfarbe mit goldenem Schimmer und der kontrastreichen Zeichnung wurde diese Linie die "Indian Line" genannt, wogegen die Katzen aus der Zucht der Prinzessin als "Traditional" bekannt wurden. Zurück nach Europa gebracht wurde die Mau 1988 von einem Züchter in der Schweiz, einem in den Niederlanden und einer Züchterin in Italien. Diese US-Importe waren der Grundstock für die heutige Zucht. Die Anerkennung als Rasse erhielt sie hier von der FiFé Mitte 1992 im Rahmen einer Anerkennungs-Ausstellung in Budapest. Leider gibt es in Europa nur sehr wenige engagierte Züchter, die die Egyptian Mau als das erhalten, was sie ist - eine "Natural Breed", das heißt, es dürfen keinerlei Fremdrassen eingekreuzt und Farb- oder Musteränderungen durchgeführt werden, was sich auf Grund ihrer Seltenheit als sehr aufwendig erweist. >> Wesen und Aussehen Die Egyptian Mau (ägyptisch für Katze) zieht auf Katzenausstellungen eine große Aufmerksamkeit auf sich. Sie unterscheidet sich durch ihr ursprüngliches Aussehen von den meisten anderen Katzenrassen. Ihr schön getupftes Fell, der grazile Körperbau und die edlen Köpfe erinnern vor allem bei der bronzefarbenen Variante eher an eine Wildkatze denn an einen verschmusten und anhänglichen Freund des Menschen. Die Egyptian Mau ist von Natur aus weder schüchtern noch boshaft, sie erwartet vielmehr, als vollständiges Mitglied in die Familie aufgenommen zu werden, in der sie sich dann ihre persönliche Bezugsperson aussucht. Nicht nur ihre exotische Erscheinung und der leopardenartige Gang dieser Katzen fasziniert, vielmehr überzeugt sie durch ihre Intelligenz, ihre ausgeprägte Loyalität ihrem Besitzer gegenüber und den noch immer ausgeprägten Jagdtrieb, der bei jedem Spiel der Mau zu beobachten ist. Melanie Morgan, Züchterin in den USA, hat das Wesen kurz und treffend beschrieben:"Die Maus sind Schulterreiter, Kühlschrank-Geier und Morgenwecker. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen davon wer sie wie behandeln darf und vor allem wann … Sie sind sensible, menschenliebende Katzen, allerdings mögen sie alles zu seiner Zeit." Es ist einzigartig, in Gemeinschaft mit einer Mau leben zu können. ![]() CFA-GC und Gr.Eu.CH Natango´s Sunny
Internet: www.natango.de Download
Rasseportrait
Egyptian Mau
>>>
|
||||