| >> Sibirische Katze | ||||||||||||||||||||
| Hier haben
wir zur Abwechslung mal zwei verschiedene Rassebeschreibungen zur Auswahl.
Entscheiden Sie selber, welche ihnen besser gefällt.
>> Die Sibirische Katze nach Isolde Oellers
Man geht davon aus, dass sich die Sibirische Katze - ebenso wie die Norwegischen Waldkatzen und die Maine Coon - ihrer Heimat, in der strenge lange Winter herrschen, angepasst hat. Ihren Ursprung hat sie in Russland und der Ukraine. Die Sibirski - wie sie auch genannt wird - ist sehr robust und natürlich, sie hat ein sehr dichtes wasserabweisendes Fell, dem sogar extreme Temperaturen bis zu –30 °C nichts ausmachen.
Die ersten Erwähnungen in der Literatur finden sich in der Illustrierten Zeitung von April 1895, wo ein Pärchen blau-graue Sibirische Hauskatzen, die im Zoo von Dresden lebten, erwähnt werden. Des weiteren ist in Brehms Tierleben von 1925 eine rote Tobolska-Katze und Kaukasische-Kumanische Katze erwähnt. Ende des 19. Jahrhunderts sind die Sibirischen Katzen bereits in Großbritannien als Russisch Langhaar ausgestellt worden, gerieten dann aber leider in Vergessenheit.
In der ehemaligen DDR ist die Sibirische Katze schon seit 1983 gezüchtet worden. Die ersten Katzen sind wahrscheinlich 1987 mit Auswanderern in die alten Bundesländer gekommen. Später wurden Tiere aus der ehemaligen DDR und CSSR importiert. Nachdem der Handel mit dem Osten vereinfacht wurde, haben verstärkt Sibirische Katzen aus eigentlich allen Teilen Russlands den Weg nach Deutschland gefunden. Der WCF (World Cat Federation) hat die Sibirier zusammen mit der Neva Masquarade 1992 anerkannt. Im Moment ist das züchterische Bestreben noch fast ausschließlich dem einheitlichen Typ gewidmet, vereinzelt wird aber auch schon die Farbzucht angestrebt. Für die Zucht der Sibirier und Neva Masquarade sollten nur gesundheitlich, typvoll, und charakterlich einwandfreie Tiere verwendet werden. Die Sibirische Katze ist eine mittelgroße Katze, muskulös und kräftig. Sie hat eine rechteckige Körperform auf kräftigen nicht zu hohen Beinen. Zwischen den Zehen hat sie sogenannte Schneeschuhe, d.h. sie hat Fellbüschel zwischen den Zehen. Der Kopf ist gut proportioniert. Die Augenfarbe ist grün- und bernsteinfarben, Ausnahmen stellen lediglich weiße Katzen und/oder Katzen mit Van-Zeichnung dar. Bei der Neva Masquarade müssen die Augen blau sein, von hellblau bis wünschenswerter Weise dunkelblau. Der Schwanz ist buschig behaart und muss bis zum Schulterblatt reichen.
Ihr Winterfell ist besonders lang unter dem Bauch, am Hals, an Brust, den Hosen und am Schwanz. Der Nacken und die Schultern sind kürzer behaart. Am Rücken ist das Fell dicht, fest, glänzend und länger. Bei den Sibiriern sind alle Fellfarben erlaubt. Anders als bei den Norwegischen Waldkatzen und den Maine Coons ist bei den Sibis – wie sie liebevolle genannt werden – eine Maskenzeichnung (Pointvariante) erlaubt. Tiere dieser Zeichnung nennt man NEVA MASQUARADE. Eine umfangreiche Fellpflege – wie z. B. bei den Persern – hat die Sibirische Katze nicht nötig. Trotzdem nehmen viele Katzen die zusätzlichen Streicheleinheiten bei der Fellpflege gerne an. Zwingend notwendig ist die Pflege nur im Frühjahr, wenn die Katze vom Winterfell zum Sommerfell wechselt. Zur Badewanne sagt die Sibirische Katze nur „nein, Danke„. Ausnahmefälle, in denen sich Katzen sehr stark verschmutzt haben und ihr Fell nicht selber wieder in den Griff bekommen, darf es geben. Grundsätzlich aber haben wir es mit einer Naturrasse zu tun. Das Wesen der Sibirischen Katze ist sehr vielfältig und birgt selbst für den „Kenner„ immer wieder Überraschungen. Sie ist anhänglich bis aufdringlich, feinfühlig bis temperamentvoll, gesellig und verspielt und hinreißend liebenswürdig und hat eigentlich immer eine Geschichte auf Lager, die sie zu erzählen weiß. Der Kontakt zu anderen Tiergattungen fällt ihr nicht schwer, sie findet in fast jedem Tier einen Spiel- oder Kuschelgenossen. Dadurch das diese Rasse noch relativ unverzüchtet ist, gehen die Geburten fast „unbemerkt„ von statten. Die Aufzucht der Welpen erfolgt meistens im „Mutterverband„. Die säugende Mutter hat durch die Unterstützung der anderen Kätzin immer wieder Freiräume um etwas zu verschnaufen.
Da sie in Ihrer Heimat lange Winter mit entsprechenden Wohnungsaufenthalten gewöhnt ist, hat sie keine Probleme, wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten wird. Falls ihr aber die Möglichkeit gegeben wird ins Freie zu kommen, wird sie ihrem Besitzer sicherlich dankbar sein. Man kann die Sibiriski vielleicht auch mit einem Satz beschreiben, sie ist eine äußerst liebenswürdige Katze mit einem sehr stark ausgeprägten Sozialverhalten, sie schafft es mit Ihrer Mimik und ihrem Charme den Menschen um die Pfote zu wickeln. Fotos: Metz/Oellers/Mahler
Autor: Tel.: + 49 (0) 21
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Rasseportrait
Sibirische
Katze
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Keine Maine Coon - keine Norwegische Waldkatze Das ist die Sibirische Katze Gegen Ende der 80er Jahre wurde die Vielfalt der Semilanghaar-Katzenrassen durch eine weitere bereichert: die Sibirische Katze, die damals fälschlicherweise auch als Sibirische Waldkatze bezeichnet wurde. Man kann diese bei uns noch relativ junge Rasse in die Gruppe der Maine Coon und Norwegischen Waldkatzen einstufen. In ihrem Erscheinungsbild sind diese drei Semilanghaar-Rassen vergleichbar und für Nichtinsider dieser Haarkategorie leicht zu verwechseln. Diese noch relativ ursprüngliche Katzenrasse ist in der Fachliteratur bis jetzt kaum beschrieben. Das einzige, was unbestritten ist: diese Rasse hat ihren Ursprung in den Gebieten der ehemaligen UdSSR. Das ist auch der Grund dafür, daß die Rasse relativ spät bei uns im Westen bekannt wurde. Die politische Lage machte es allerdings möglich, daß im damaligen Ostblock (DDR, CSSR etc.) schon etwas länger die Sibirische Katze gezüchtet wurde.
In einem Artikel über die "Siamesische Hauskatze" aus der "Illustrierten Zeitung" vom 20. April 1895 wird unter anderem erwähnt, daß im Zoologischen Garten zu Dresden sich seit längerer Zeit ein Pärchen blau-graue "Sibirische Hauskatzen" befinde. Interessant zu lesen ist, daß in jenem Artikel nicht von Rassekatzen, sondern von Hauskatzen gesprochen wird und von der "rothen Tobolsker Katze" aus Sibirien. Hinsichtlich Sibirischer Katzen wird man fündig in Brehms Tierleben aus dem Jahr 1925, wo neben der Kumanischen Katze aus dem Kaukasus auch von der roten Tobolskerkatze aus Sibirien gesprochen wird. Die vorstehenden Zeilen dokumentieren, daß die Sibirische Katze seit fast einhundert Jahren existiert und seit langem eine eigenständige Rasse ist. Das erste Pärchen dieser Sibirischen Katzen wurde im Jahr 1987 aus Leningrad (heute St.Petersburg) im Zug mit nach Köln gebracht. Die nach Deutschland ausgewanderte russische Besitzerin wollte mit den beiden Tieren jederzeit ein Andenken aus ihrer Heimat um sich haben. Diese Tiere mußten später aus persönlichen Gründen abgegeben werden und gelangten somit in die Zucht. In den darauffolgenden Jahren 1988/1989 kamen weitere Tiere dieser Rasse von Züchtern aus der DDR und der CSSR nach Westdeutschland. Mit ihnen wurde dann die Zucht aufgebaut, auf Ausstellungen im In- und Ausland diese Rasse vorgestellt und bekannt gemacht.
Vom Wesen her ist die Sibirische Katze etwas besonderes. Sie ist in ihrer Art sehr lieb, unheimlich anhänglich - wenn sie sich jemanden als Bezugsperson auserkoren hat, fast schon "lästig anhänglich" - und sehr verspielt. Sie hat aber auch Temperament, das doch ab und zu mit ihr durchgeht. Dann geht - wie man so schön sagt - "die Post ab". Eine besondere Eigenart der Sibirischen Katzen ist ihre Gesprächigkeit. Wenn sie ihrem Zweibeiner ein Gespräch aufgezwungen haben, haben sie dazu auch noch das letzte Wort. Allerdings kommt ab und zu ein Charakterzug zum Vorschein, der auf eine Eigenwilligkeit deutet, die bei manchen anderen durchgezogenen Rassen inzwischen verlorengegangen ist. Wer Sibirische Katzen züchtet, braucht starke Nerven, besonders dann, wenn Kitten ihr "Unwesen" treiben. Jeder Wurf steckt voller Überraschungen, denn keiner verhält sich wie der vorherige. Die Aufzucht der Sibirischen Katze bereitet keine nennenswerten Probleme. Selbst bei Katzendamen, die das erste Mal Babies bekommen, verläuft die Geburt reibungslos. Das gilt natürlich nur für den Fall, bei dem "Mutter Natur" nicht ins "Handwerk gepfuscht" wurde, wie eventuell mit einer Hormonbehandlung oder ähnlichen Eingriffen. Im Alter von 12 Wochen beginnt eine Entwicklungsphase, die man besser nicht beschreiben sollte. Manchmal wachsen die Beine unproportional oder der Kopf wird länglich bis spitzschnäuzig. Diese Entwicklungsstufe kann sich einige Monate hinziehen, bevor die harmonischen Proportionen zur Geltung kommen. Eine erwachsene Sibirische Katze hat weder hier noch da irgendetwas Extremes, sie ist einfach nur harmonisch gebaut. Die Sibirische Katze hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Katzenwelt etabliert.
Autor: Tel.: 02391-70182, Fax: 02391-970873 eMail: sibirer89@aol.com Download
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